Mit einer Photovoltaik – Solaranlage wird Strom aus Sonnenstrahlung erzeugt. Die Bundesregierung unterstützt die
verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und setzt auf die Sonnenenergie. Den Strom den Sie mit Photovoltaik –
Modulen auf dem Dach Ihres Hauses produzieren, sollte vollständig ins Stromnetz eingespeist werden. Seit dem
1.Januar 2009 ist aber auch die Selbstnutzung möglich. Nach dem EEG ( Erneuerbaren Energie Gesetz )
wird die Einspeisevergütung festgeschrieben. Diese erhalten Sie 20 Jahre lang vertraglich zugesichert.
Funktion und Aufbau einer Solarzelle
Solarzellen wandeln Licht direkt, ohne bewegte Teile, in elektrischen Strom
um. Trifft Licht auf eine Solarzelle, wandern Elektronen in die n-Schicht und
Löcher in die p-Schicht. Die Solarzellen bestehen aus einem Halbleitermaterial
( Silizium ). Die Oberflächen sind chemisch behandelt, um einen starken
photovoltaischen Effekt zu erzielen. Eine Seite lädt sich positiv auf, die
andere Seite negativ. Bei Lichteinfall entstehen Spannungen die sich über
Kontakte am Modul ableiten lassen.
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eines Photovoltaikmoduls zu sehen »
Quelle: BMU »
Photovoltaik Komponenten
Eine Solarstrom-Anlage besteht aus den Solarmodulen, die aus Sonnenenergie Gleichstrom erzeugen, dem
Wechselrichter, der diesen Gleichstrom in den bekannten 230 Volt Wechselstrom umwandelt, den Zählern, die den
eingespeisten Strom messen, der Verkabelung und den Montagegestellen. Um die Leistungsfähigkeit der Anlage voll
auszuschöpfen, müssen die Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt und optimal an die baulichen Gegebenheiten
Ihres Hauses angepasst werden.
Vorraussetzungen
Die baulichen Voraussetzungen müssen stimmen. Für eine Photovoltaik-Anlage benötigen Sie lediglich ein geeignetes
Dach - egal ob Flachdach oder Schrägdach. Wichtig ist vor allem, dass die Fläche unverschattet ist. Das Schrägdach sollte
möglichst nach Süden ausgerichtet sein, einen Neigungswinkel zwischen 25° und 45° aufweisen und über eine
Montagefläche von mindestens 12m² verfügen. Bei einem Flachdach sollte die Fläche mindestens 20m² betragen.
Aktuelle Einspeisevergütung Photovoltaik für 2012
ab dem 1.1.2012 liegt die Einspeisevergütung für Dachanlagen:
bis 30 kW bei: 24,43 Cent
bis 100 kW bei: 23,26 Cent
bis 1000 kW bei: 21,98 Cent
Freiflächenanlagen : 17,94 Cent
Photovoltaik Preise / Kosten nach dem EEG ( Erneuerbare Energien Gesetz )
Die Materialkosten werden durch die benötigten Solarmodule, dem Montagesystem, dem Wechselrichter und dem
Leitungsmaterial bestimmt. Der größte Teil wird für die Photovoltaik-Module benötigt. Der Preis einer PV-Anlage variiert
mit der Größe und der verwandten Technologie. Insbesondere die Wahl der zum Einsatz kommenden Solarmodule kann
zu Preisdifferenzen führen. Teurere Anlagen sind nicht zwangsläufig besser. Nur die richtige Konfiguration der
Komponenten und die objektspezifische Installation führen zu erstklassigen Erträgen.
Die Kosten für eine komplett installierte Anlage, liegen derzeit je nach Produkt, Größe oder besonderen Wünschen ca.
zwischen 2000 – 4500 Euro pro Kilowatt peak. . Die Vergütung wird Ihnen für 20 Jahre vertraglich zugesichert. Mit
zinsgünstigen Darlehen und einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren kann eine Solarstromanlage über die KFW Bank
( Kreditanstalt für Wiederaufbau) finanziert werden.
Photovoltaik Selbstnutzung
Seit dem 1. Januar 2009, wird nach dem Erneuerbaren – Energien – Gesetz auch der Selbstverbrauch für Anlagen bis
30 Kwp. gefördert. Der Anlagenbetreiber erhält 20 Jahre lang für jede selbstgenutzte Kilowattstunde 22,76 Cent.
Außerdem spart er auch die Kosten für den Haushaltsstrom ein. Sollten die Strompreise steigen, womit zu rechnen ist,
kann mit diesem Modell ein noch höherer Gewinn, als bei der üblichen Netzeinspeisung erwirtschaftet werden. Bei einem
durchschnittlichen Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde plus Zusatztarif ( 22,76 Cent ) ergibt dies 42,76 Cent .
Also 2-5 Cent mehr als bei einer Netzeinspeisung. Auf die Dauer von 20 Jahre, kann sich dies zu einem erheblichen
Mehrgewinn summieren. Für die Photovotaik Selbstnutzung benötigt man einen zusätzlichen Stromzähler, der auch im
Zählerschrank mit untergebracht werden muß. Besitzt man nur eine freien Zählerplatz ist die bessere Lösung, ein Zähler
der beide Fließrichtungen erfasst. Somit ist es sinnvoll sich bereits vor der Installation einer Photovoltaikanlage zu
entscheiden, ob der erzeugte Strom komplett in das Netz eingespeist wird, oder ob auch eine Selbstnutzung in Frage
kommt.
Vorteile für die Photovoltaik Selbstnutzung 2012
- Für Sie besteht kein Risiko, ob Sie viel Strom oder keinen Strom selbst verbrauchen
- Sollte der Strompreis weiter steigen, steigt Ihr Gewinn automatisch mit.
- Für Unternehmen besteht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitwetbewerbern ohne PV-Anlage.
- Gegen steigende Strompreis ist man bestens gerüstet.
Auch nach der Senkung der Einspeisevergütung, bleibt das Selbstverbraucher Modell attraktiv, da
von der Bundesregierung hierbei keine Einschnitte geplant sind. Also ein durchaus lohnendes Modell !
Marktentwicklung und Ausblick
Die Solarbranche boomt, mit jährlichen Wachstumsraten von ca.30% steigt
der Anteil dieser Technik rasant. In Deutschland sind bereits rund 1,3
Millionen Solaranlagen in Betrieb. Nicht nur die solaren Erträge von
Photovoltaikanlagen werden höher, auch die Vielfalt der baulichen
Anwendungsvarianten wird immer größer. Solaranlagen lassen sich als
Teil der Fassade harmonisch an Gebäuden integrieren. So ist absehbar,
dass die Solartechnik zugleich als dezentrale Energiequelle und als Bau- und
Gestaltungselement bei privaten und gewerblichen Bauherren, Planern und
Architekten immer beliebter wird. Langfristig wird ein hoher Teil des
deutschen Strombedarfs aus Solaranlagen gedeckt werden. Noch mehr
gilt das für Länder mit besonders intensiver Sonneneinstrahlung.
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