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+ 21.12.10 + Kosten für erneuerbare Energien gefährden positives Image
Die Kosten für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden in den kommenden Jahren deutlich steigen.

Dadurch ist die Zustimmung in der Bevölkerung für die Förderung von erneuerbaren Energien erheblich gefährdet. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen ZEW-Energiemarktbarometers, einer halbjährlichen Befragung von rund 200 Experten und Fachleuten aus der Energiewirtschaft durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim.

Trotz der Kürzung bei der Photovoltaikförderung vom Sommer 2010 erwarten mehr als drei Viertel der Befragten steigende Umlagekosten für Haushaltsstrom in den nächsten fünf Jahren. Hierbei ist der Anstieg der EEG-Umlage von rund 2 Cent/kWh auf 3,5 Cent/kWh zum Jahresanfang 2011 schon berücksichtigt. Rund 45 % der Befragten sehen die Höhe der EEG-Umlage in fünf Jahren bei 4 bis 6 Cent/kWh, 27 % rechnen sogar mit einer Umlage auf den Haushaltsstrom in Höhe von 6 bis 8 Cent/kWh. Nur ein Fünftel aller Umfrageteilnehmer ist der Meinung, dass sich die EEG-Kosten nach dem Anstieg vom Januar 2011 stabilisieren werden.

Damit erreichen die Kosten ein Niveau, das aus Sicht der Mehrheit der Experten die Akzeptanz der Förderung der erneuerbaren Energien in der Bevölkerung gefährdet. Etwa 30 % der Befragten sehen die kritische Höhe der Umlage bei 4 bis 6 Cent/kWh, weitere 24 % legen diese Schwelle auf 6 bis 8 Cent/kWh. 15 % der Teilnehmer sehen die kritische Schwelle bereits im Januar 2011 mit 3,5 Cent/kWh überschritten.

Die Ergebnisse des ZEW-Energiemarktbarometers zeigen allerdings auch, dass die Mehrheit der befragten Experten an einer technologiespezifischen Förderung festhalten will. Ebenfalls eine Mehrheit befürwortet eine Angleichung der Förderung der Erneuerbaren auf europäischer Ebene. Diese beiden Gruppen sind dabei nicht deckungsgleich. Rund 30 % der Fachleute wollen
im Gegensatz zum deutschen EEG eine europäische Angleichung der erneuerbaren Förderung durch einen Quotenhandel oder mit einheitlichen Einspeisetarifen für alle Technologien.

Quelle: Umweltmagazin.de

 
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