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+ 21.01.11 + Der große Solar-Frieden: Wie reagieren Solarworld, Q-Cells und Conergy?
Wie erwartet haben sich Umweltminister Röttgen und die Solarbranche auf eine bis zu 15-prozentige Kürzung der Solar-Subventionen ab Juli geeinigt. Röttgen bezeichnete die Einigung als vorbildhaft. Die deutschen Solar-Aktien zeigen sich zunächst relativ unbeeindruckt vom nicht unerwarteten Ergebnis.

"Das ist ein einmaliger Vorgang", sagte Röttgen zum gemeinsam mit der Solarbranche erarbeiteten Kompromiss, der zum 1. Juli eine Förderkürzung um bis zu 15 Prozent vorsieht. Auch der Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft, Günther Cramer bezeichnete die Kürzung als sinnvoll, weil das Marktwachstum deutlich größer ausgefallen sei als erwartet. Er lobte ebenfalls die konstruktiven Beratungen.

Jetzt müssen noch die Fraktionen von CDU und FDP und der Bundesrat dem Kompromiss zustimmen. Bei den letzten Diskussionen um Förderungskürzungen gab es allerdings in der Länderkammer zum Teil heftigen Widerstand - insbesondere aus SPD-geführten Ländern.

Kürzung zwischen drei und 15 Prozent

Die Höhe der nun vereinbarten vorgezogenen Förderreduzierung richtet sich danach, wie viele Photovoltaikanlagen von März bis Mai ans Netz gehen. Die Summe dieser Anlagen wird mit vier multipliziert und somit auf das Jahr hochgerechnet. Kommt man so auf mehr als 3500 Megawatt neuinstallierte Leistung, gibt es zum 1. Juli drei Prozent weniger Fördergeld pro erzeugter Kilowattstunde. Bei 4500 Megawatt (MW) wären es sechs, bei 5500 MW neun und bei 6500 MW zwölf Prozent. Erst bei mehr als 7500 MW würde die Kürzung um 15 Prozent greifen. Experten halten aber ein Überschreiten dieses Wertes für nicht unrealistisch.

Endlich Planungssicherheit

Die in Deutschland notierten Solar-Aktien zeigen sich von den Ergebnissen völlig unbeeindruckt und verlieren im Vergleich zum Vortag leicht an Wert. Diese Entwicklung lässt sich aber in erster Linie auf den schwachen Gesamtmarkt zurückführen. Auf Sicht der kommenden Wochen ist eine Fortsetzung der Erholungsbewegung im Solarsektor wahrscheinlich. Abgesehen davon, dass die neue Kürzung von der Solarbranche mitgetragen wird, herrscht nun endlich Planungssicherheit im Geschäft mit der Sonne.

Solarworld, Q-Cells und die Chinesen

DER AKTIONÄR rät weiterhin zum vorsichtigen Einstieg bei Solarworld und Q-Cells. Die Conergy-Aktie hingegen sollte hingegen gemieden werden. Der anstehende Kapitalschnitt wird den Kursverlauf von Conergy längerfristig negativ beeinflussen. Weitaus interessanter als die deutschen Titel erscheinen aufgrund der besseren Perspektiven und der günstigeren Bewertung die Aktien der chinesischen Konkurrenz, allen voran Renesola und JinkoSolar.

Quelle:der-auktionär.de

 
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