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+ 18.08.10 + Unter den Grünen die Größte

In Deutschland drehten sich Ende 2009 21.315 Windräder. Ihre Kapazität war rund ein Fünftel größer als die der Atomkraftwerke. Die erzeugten dennoch mehr Strom.

Ist von erneuerbaren Energien die Rede, denken viele Menschen zuerst an Windräder. 21.315 davon drehten sich Ende 2009 in Deutschland. Die installierte Kapazität von 26.387 Megawatt war rund ein Fünftel größer als die der Atomkraftwerke. Die erzeugten 135 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, mehr als dreimal so viel wie die Windräder. Windenergie-Erzeugungsanlagen produzierten im vergangenen Jahr 38 Milliarden kWh, die Stromerzeugung aus allen erneuerbaren Energiequellen summiert sich auf 93 Milliarden kWh.

Das waren 15,6 Prozent der Stromerzeugung. Trotz des Zubaus neuer Windanlagen konnte die Branche damit 2009 nicht mehr Wind ernten. Das Wetter spielte nicht mit, die Flauten im ersten Quartal und im August konnten nicht mehr ausgeglichen werden. Es kam aber auch vor, dass der Wind an verbrauchsarmen Tagen stark bläst und der Strom ins Ausland „zu negativen Preisen“ verkauft wird, weil im Inland niemand das Überangebot wollte.

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Die Branche rechnet mit weiter steigenden Zahlen

Windkraft: Unter den Grünen die Größte

 

Aus drei Gründen rechnet die Branche mit weiter steigenden Zahlen: Zum einen werden jetzt auch in Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die der Windenergie bislang mit Zurückhaltung begegneten, neue Gebiete für Windräder ausgewiesen. Zum zweiten werden alte, kleine Anlagen durch größere ersetzt. Fachleute sprechen vom „repowering“.

Der dritte Grund: In Nord- und Ostsee sollen große Windfarmen entstehen, die den dort stärker wehenden Wind ernten und kohlendioxidfrei in das Netz einspeisen. Damit sich das lohnt, bekommen die Betreiber 9,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde Strom zugesichert. Der Netzbetreiber muss den Strom bevorzugt übernehmen.

Wegen der höheren Kosten im Offshore-Bereich beträgt die Einspeisegebühr dort 15 Cent je kWh. Doch drehen sich vor der deutschen Küste erst wenige Windräder, dafür aber in einer Höhe, die dem Kölner Dom Konkurrenz macht. Ein Testfeld mit 12 Windrädern ist seit dem Frühjahr am Netz. 17 Parks in Nord- und Ostsee sind genehmigt, 15 Milliarden Euro Investitionen verspricht sich der Umweltminister davon. Doch noch zögern die Investoren und fragen nach staatlichen Bürgschaften. (ami.)

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa, F.A.Z.
Quelle:Faz.net

 

 
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