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+ 10.02.11 + Anhörung im Umweltausschuss |
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Im Umweltausschuss des Bundestags fand heute ein Expertengespräch über
die vorgezogene Kürzung der Solarförderung statt. Experten verschiedener
Branchen haben ihre Empfehlungen zum weiteren Vorgehen dargelegt.
Der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Bundestag
hatte heute zu einem Expertengespräch geladen. Thema war die künftige
Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen. Ausgangspunkt
war der Vorschlag des Umweltministeriums (BMU) in Absprache mit dem
Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), die Vergütungssätze je nach
prognostiziertem Zubau zum 1. Juli 2011 um bis zu 15 Prozent vorgezogen
abzusenken. Die Experten kamen von der Energie- und Wasserwirtschaft,
vom BSW-Solar, dem Bundesverband Erneuerbarer Energien (BEE), dem
Ökostromhandel, der IG Metall und einem Dienstleister aus der
Solarbranche.
Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der
Solarpraxis AG in Berlin, empfahl für 2011 ein neues Marktmodell mit
einer Aufteilung der vorgezogenen zubauabhängigen Absenkung der
Photovoltaik-Vergütung auf vier Termine. So würde die Einspeisevergütung
statt einmal bis zu 15 Prozent vier Mal um maximal 3,75 Prozent
abgesenkt werden. Ausschlaggebend für seine Empfehlung seien die
Erfahrungen 2010: „Fallen angekündigte Degressionsschritte aus der Sicht
der Nachfrager zu hoch aus, kommt es insbesondere im Vormonat der
Absenkung zu einem deutlichen Anstieg der Installationen. Die
Ankündigung, dass zum 1. Juli 2010 die Vergütungssätze um 16 Prozent
gesenkt werden, hat dazu geführt, dass im Juni 2010 ungefähr 2100
Megawatt Photovoltaik installiert wurden.“ Hielten sich die
angekündigten Degressionsschritte aus Sicht der Nachfrager in Grenzen,
bleibe der Markt dagegen ruhig, so Remmers. „So geschehen im September
2010, vor der Absenkung am 1. Oktober in Höhe von drei Prozent.“
Bei
Photovoltaik-Freilandanlagen empfahl Remmers wegen der langen
Vorlaufzeiten eine Anpassung der Vergütung erst 1. Januar 2012 im Rahmen
der regulären EEG-Novelle. Die Palamentarier werden den Vorschlag des
BMU jetzt beraten und dann eine abschließende Entscheidung über die
Ausgestaltung treffen. (William Vorsatz)
Quelle:photovoltaik.eu
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