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+ 09.02.11 + Briten überdenken Einspeisevergütung |
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In Großbritannien zeichnet sich ab, dass 2011 wesentlich mehr
Photovoltaik-Anlagen ans Netz gehen werden, als zunächst erwartet. Nun
rudert die Regierung zurück und zieht die Überarbeitung der
Vergütungsregelungen um ein Jahr vor.
Das britische Department of Energy and Climate Change (DECC) hat eine
umfassende Revision der Einspeisevergütungsregelungen angekündigt.
Bereits im April 2011 will die Regierung die derzeit in Großbritannien
geltenden Einspeisevergütungsregeln überprüfen. Eigentlich war dieser
Schritt erst für April 2012 geplant. Doch der Solarmarkt wächst, bei
fallenden Systempreisen, schneller als erwartet.
Ray Noble, Photovoltaik-Experte der Britischen Renewable Energy Association (REA), erklärt gegenüber dem pv magazine,
dass die Regierung zunächst nur mit einem Zubau von etwa 86 Megawatt im
Jahr 2011 rechnete. Der Erneuerbare-Energien-Verband REA ginge
allerdings von einem weit stärkeren Wachstum von bis zu 500 Megawatt
aus. Dies übertrifft auch alle von Branchenanalysten aufgestellten
Prognosen. IMS Research prognostizierte beispielsweise eine
neuinstallierte Leistung von nur 300 bis 400 Megawatt.
Laut
Noble besteht eines der Probleme darin, dass die Finanzierungsverträge
für viele Photovoltaik-Projekte noch nicht abgeschlossen sind. Daher
werden in vielen Fällen bisher noch keine Einzelheiten veröffentlicht.
Dies werde aber demnächst passieren, so dass sich im März die Anträge
für neue PV-Anlagen im Land häufen werden.
Laut DECC wird die
Revision alle Aspekte der Einspeiseregelung betreffen. Dazu zählen die
Tarifstufen, die Verwaltung und die generelle Eignung unterschiedlicher
Technologien. Der Prozess soll erst Ende des Jahres 2011 abgeschlossen
sein, so dass die derzeitigen Einspeisevergütungsregeln bis zum April
2012 unangetastet bleiben sollen. Dies gelte allerdings nur, solange
keine erhöhte Dringlichkeit zur vorzeitigen Vergütungsabsenkung
festgestellt wird. Gerade bei großen Solarprojekten mit mehr als 50
Kilowatt installierter Leistung könnte es in diesem Fall dennoch zu vorzeitigen Kürzungen kommen.
Die
Regierung betont allerdings, dass die Neubewertung der Einspeisetarife
keine rückwirkenden Änderungen zur Folge haben wird. Die Änderungen
werden nur Anträge für neue Photovoltaik-Projekte betreffen. (Mirco
Sieg)
Quelle:photovoltaik.eu
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