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+ 08.02.11 + Mehr Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen

mid) Erneuerbare Energien machten im vergangenen Jahr in Deutschland die Einfuhr fossiler Energierohstoffe im Wert von 7,4 Milliarden Euro überflüssig (2009: 6 Milliarden EUR).

 

Die Energie aus regenerativen Quellen hat zudem nach Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) versteckte Kosten in Höhe von mehr als 8 Milliarden Euro vermieden. Diese Ausgaben für Klima-, Umwelt-, Gesundheits- und Materialschäden entstehen durch die Verwendung fossiler und atomarer Brennstoffe, sind im Preis dieser Technologien aber nicht enthalten.

Weniger Strom aus Atomkraft

Die Energiebereitstellung aus regenerativen Quellen stieg nach Berechnungen des BEE in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr im vergangenen Jahr gegenüber 2009 um 16 Milliarden Kilowattstunden an. Das bedeutet einen Zuwachs um 6,4 Prozent auf rund 265 Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht einem Anteil von 10,5 Prozent Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland.

Regierung und Parlament müssten die Novellierungen des EEG und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) dafür nutzen, den Umbau der Stromwirtschaft fortzusetzen. BEE-Präsident Dietmar Schütz: „Nach der falschen Entscheidung für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken benötigen unsere Unternehmen jetzt dringend das Signal, dass es sich für sie lohnt, weiter auf Innovation und Investition zu setzen.“ Dann könnten die Erneuerbaren Energien nach Einschätzung des BEE 2020 bereits die Hälfte des Strombedarfs in Deutschland decken. Im Jahr 2010 waren es bereits 17,4 Prozent.

Im Wärmesektor ist der Ausbau zu langsam. So lag die Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2010 nur knapp 5 Milliarden Kilowattstunden oder 4,3 Prozent über dem Wert von 2009. “Die Wärmeerzeugung ist und bleibt der springende Punkt in Sachen Klimaschutz und Ressourcensicherheit. Wir verbrauchen dafür rund die Hälfte unserer gesamten Energie. Nach wie vor fehlt hier jedoch ein verlässliches und vor allem haushaltsunabhängiges Ausbauinstrument”, klagt Schütz. Mit 8,9 Prozent stagniere der Anteil der regenerative Energie an der Wärmeversorgung auf niedrigem Niveau.

Quelle:marktundmittelstand.de

 

 
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