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Erneuerbare Energien 

Sonnenenergie

Die regenerativen Energiequellen bieten ein gemessen an menschlichen  

Zeitmaßstäben unerschöpfliches Energiepotential, daß den derzeitigen 

Energieverbrauch um viele Größenordnungen übersteigt.

Grundsätzlich lassen sich mit ihnen alle heute benötigten

Sekundärenergieträger in Form von Wärme, Strom,

Brennstoffen und Kraftstoffen bereitstellen.

Ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Energiesystem erhält

gleiche Lebenschancen für künftige Generationen

und belastet sie weder direkt noch indirekt mit Risiken.

 

Mit Verschiedenen erneuerbaren Energietechnologien lassen sich Regenerative Quellen Nutzen:

  • Photovoltaik
  • Solarthermie
  • Wärmepumpe / Geothermie
  • Biomasse
  • Windenergie
  • Wasserkraft

Das Erneuerbare - Energien - Wärmegesetz im Überblick

Der Deutsche Bundestag hat am 6. Juni 2008 das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im

Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) beschlossen. Eigentümer von

Gebäuden, die neu gebaut werden, müssen ihren Wärmebedarf anteilig mit erneuerbaren Energien

decken. Diese Nutzungspflicht trifft alle Eigentümer, egal ob Private, Staat oder Wirtschaft. Das gilt 

auch, wenn die Immobilie vermietet wird. Genutzt werden können alle Formen von erneuerbaren Energien.

Wer keine erneuerbaren Energien einsetzen will, kann andere klimaschonende Maßnahmen ergreifen:

Eigentümer können ihr Haus stärker dämmen, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder Wärme aus

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nutzen.

Außerdem wird die Nutzung erneuerbarer Energien auch in Zukunft finanziell gefördert. Das bestehende

Marktanreizprogramm (MAP), ein Förderinstrument der Bundesregierung, erhält mehr Geld. Die Mittel

werden auf 500 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt. Das bedeutet mehr Planungssicherheit für

Investoren und neue Anreize für Modernisierungen im Gebäudebestand.

Ab wann tritt das Erneuerbare - Energien - Wärmegesetz in Kraft?

Windenergie

Das Gesetz wird am 1. Januar 2009 in Kraft treten. Fortan muss 

grundsätzlich bei allen Neubauten, die nach  diesem Datum

errichtet werden, daß Wärmegesetz beachtet werden. Da der

Bau eines Gebäudes eine lange Planungsphase erfordert,

sieht das Gesetz jedoch im Interesse der Planungssicherheit

eine Übergangsfrist vor. Wer vor dem 1. Januar 2009

einen Bauantrag bei der zuständigen Behörde gestellt

oder eine Bauanzeige erstattet hat, muss keine erneuerbaren

Energien nutzen. Dennoch empfiehlt es sich auch hier,

auf erneuerbare Energien zu setzen. Zum einen hilft der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen allen,

vor allem aber unseren Kindern. Zum anderen lohnt es sich angesichts der steigenden Öl- und Gaspreise

auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Welche erneuerbaren Energien können genutzt werden um das Gesetz zu erfüllen?

Als erneuerbare Energien erkennt das Wärmegesetz solare Strahlungsenergie, Biomasse, Geothermie und

Umweltwärme an. Keine erneuerbare Energie im Sinne des Wärmegesetzes ist Abwärme. Sie kann jedoch

ebenfalls genutzt und als   Ersatzmaßnahme anerkannt werden. Jeder Eigentümer eines neuen Gebäudes

muss seinen Wärmeenergiebedarf abhängig von der konkret genutzten Energiequelle zu einem bestimmten

Anteil mit regenerativen Energiequellen decken. Welche Form erneuerbarer Energien eingesetzt werden

soll, kann jeder Eigentümer selbst entscheiden.

Solaranlagen:

Beim Einsatz von Solaranlagen müssen mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine Kollektorfläche von 0,04 m² Kollektorfläche je m² Nutzfläche

ausreichend. Bei einem typischen 150 m²-Neubau entspricht das einer Solaranlage mit 6 m²

Fläche. Bei Wohngebäuden ab drei Wohnungen genügt eine Fläche von 0,03 m² Solarabsorber je m²

Nutzfläche.

Biomasse:

Biomasse kann ebenfalls zur Energieversorgung eingesetzt werde. Der traditionelle Energieträger

Holz erlebt eine Renaissance als moderner Brennstoff: Holzpellets sind zu Stäbchen gepresstes Restholz,

das fast CO2-neutral verbrennt. Wer sich für diese Variante entscheidet, muss mindestens die

Hälfte der benötigten Wärme decken. Neben Holzheizungen kann das Gesetz auch durch den Einsatz

von Biogas oder Bioöl erfüllt werden.

Wärmepumpen:

Wärmepumpen nutzen die Wärme aus dem Erdreich (Geothermie), dem Wasser oder der Luft (Umweltwärme).

Mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs müssen durch die Wärmepumpe gedeckt werden.

Wärmepumpen eignen sich zum Einsatz in gut gedämmten Gebäuden: Sie werden meist mit

Strom angetrieben und je geringer die zum Heizen benötigte Temperatur und je höher die Temperatur

der Wärmequelle ist, desto weniger Strom benötigt die Wärmepumpe.

 

Um den effizienten und umweltfreundlichen Einsatz der erneuerbaren Energiequellen zu gewährleisten, stellt

das Wärmegesetz zusätzliche Anforderungen an die technologische Nutzung der Energien. So müssen z.B.

Solarkollektoren ein bestimmtes Gütesiegel vorweisen, Wärmepumpen bestimmte Jahresarbeitszahlen erfüllen

und Bioöle in Kesseln verbrannt werden, die der besten verfügbaren Technik entsprechen.

Quelle: BMU

Sehen Sie hier ein Video über Erneuerbare Energien

 

                                  Quelle: www.unendlich-viel-energie.de

Zahlen und Fakten erneuerbare Energien in Deutschland           

  • Deutschland ist Technologie- und Marktführer bei der Windenergie. Ein Drittel des Windstroms der Welt wird bei uns erzeugt: fast 15.000 (14,600) MW installierter Leistung. Das Ziel des weiteren Ausbaus der Windenergie ist, allein Off-Shore bis 2030 gut 25.000 MW Leistung zu installieren.
    Zukunftsvision ist, auf See mit erneuerbaren Energien auch Wasserstoff zu erzeugen.
  • In der produzierten Solarstromleistung haben wir inzwischen die USA überholt und liegen hinter Japan auf Platz zwei.
  • Deutschland hat heute eine Spitzenposition bei der Technologieentwicklung im High-Tech Solarstrombereich.
  • Die Fläche an Sonnenkollektoren wächst von Jahr zu Jahr. Wir haben bereits 5,5 Mio. m² erreicht.
  • Der Umsatz betrug 2008 schon 30 Mrd. .
  • Bereits 280.000 Menschen in Deutschland haben ihren Arbeitsplatz im Bereich erneuerbarer Energien. Für ein Industrieland mit hohen Arbeitskosten und daher äußerst rationellem Arbeitskräfteeinsatz ist das eine enorm hohe Zahl von Beschäftigten in einem noch jungen Wirtschaftsbereich.
  • Erneuerbare Energien sind ein wichtiger und wachsender Zukunftsmarkt. Sich in diesem Bereich zu engagieren, lohnt sich.
  • Mit einem Anteil von rund 10 Prozent am Endenergieverbrauch haben die erneuerbaren Energien ihre Rolle als tragende Säule einer nachhaltigen Energieversorgung weiter gefestigt. Ihr Anteil am Brutto-Stromverbrauch liegt bei 14,8 Prozent, ihr Anteil an der Wärmeversorgung beträgt 7,7 Prozent.