Biomasse – Pelletheizung – Holzheizung - Hackschnitzel - Pelletofen - Kaminofen
Überblick:
Im Zuge der Diskussion um den Energieverbrauch, die Endlichkeit fossiler
Energievorräte und die begrenzte Aufnahmefähigkeit der Ökosysteme für
Abfälle und Emissionen gewinnt der traditionelle Energieträger immer mehr
an Bedeutung. Holz ist in Europa der am häufigsten eingesetzte biogene
Brennstoff. Bei der Verbrennung von Holz verbindet sich der gebundene
Kohlenstoff mit dem Sauerstoff aus der Luft zu Kohlendioxid und Wärme wird
freigesetzt. Die Feuerungssysteme unterscheiden sich im wesentlichen durch
die Art der Brennstoffaufbereitung und – Zufuhr. Genutzt werden
hauptsächlich Holz und Holzreste aus Walddurchforstungen, Sägereien oder Altholzvorkommen in Form von Scheitholz,
Hackschnitzeln und Hobelspänen. Der Heizwert hängt von der Holzart und dem Wassergehalt ab. Die Verarbeitung
findet meist in regionaler Nähe zu den Energieverbrauchern statt. Kurze Transportwege kommen dem Holz bei der
Gesamtenergiebilanz zugute. Dezentrale erzeugte Energie aus Biomasse schließt somit nicht nur Ökologische, sondern
auch ökonomisch wertvolle Kreisläufe.
Technologien
Holzheizsysteme
Kachelöfen
Pelletkessel und Pelletöfen
Scheitholzkessel-Holzvergaserkessel
Hackgutkessel
Sonstige Holzheizungen
Fernwärme aus Biomasse
Auf technischer Ebene ist vom Allesbrenner zum modernen Scheitholzkessel
bereits ein Quantensprung im Komfort und der Technik gelungen. Speziell mit
der Entwicklung vom Scheit über das Hackgut zu den Pellets ist es außerdem
gelungen, einen rieselfähigen Holz-Brennstoff anzubieten, der sich bei der
Förderung wie eine Flüssigkeit, z.B. wie Öl, verhält. D.h. Holz wird in Form von
Pellets mit dem Tankwagen angeliefert und mittels Tankschläuchen in den
Pelletstank gepumpt. Außerdem wurden diese Kessel mit automatischer
Zündung ausgestattet und somit zu vollautomatischen Anlagen. Damit wurde
auf Basis Holz ein Heizungssystem geschaffen, dass denselben Komfort wie
Heizöl bietet.
Analyse Biomasse in Deutschland
Die Biomassenutzung in Deutschland weist große Wachstumspotenziale auf. Zum Ende des Jahres 2002 leistet die
Biomasse einen Beitrag von rd. 3,5 % zur Wärmebereitstellung, rd. 1 % zur Bruttostromerzeugung und rd. 0,8 % zur
Treibstoffbereitstellung. Das langfristige Potenzial entspricht einem Anteil von rd. 10 % an der Stromversorgung und rd.
20 % an der Wärmebereitstellung. Ende 2002 waren in Deutschland rd. 100 Biomasseheizkraftwerke mit einer
elektrischen Leistung von ca. 400 MW in Betrieb und rd. 1.900 Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von rd.
250 MW am Netz.
Im Bereich der Kleinstfeuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von unter 15 kW werden derzeit rd. 35%
des energetisch genutzten Holzes eingesetzt. Schätzungsweise sind in Deutschland rd. 2,6 Mio. Kaminöfen, 2,5 Mio.
Heizkamine/offenen Kamine und rd. 1,8 Mio. Kachelöfen, also rd. 7 Mio. Einheiten in Betrieb. Förderung: Die
Bundesregierung schafft durch das Marktanreitzprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien Anreize, um effiziente
Technologien zur Nutzung von Biomasse zur Wärmeversorgung zu nutzen. Dies schmälert die Investitionskosten und
macht eine Umstellung auf Biobrennstoffe für Verbraucher interessant.
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Sehen Sie hier ein Video über Holzpellets
Quelle: www.unendlich-viel-energie.de